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Die Baobabs auf Madagaskar

Baobab Bader

Imposante Gewächse in Gefahr

Die Baobabs faszinieren auf den ersten Blick vor allem aufgrund ihrer außergewöhnlichen Wuchsform und ihrer enormen Größe. Beschreibungen der ersten europäischen Entdecker sprechen davon, dass der Baum aussehe, als sei er auf den Kopf gestellt. Auch in vielen Legenden und Mythen der Einheimischen rund um den Baobab wird die ungewöhnliche Wuchsform thematisiert. Die großen, runden Früchte dieses Baumes, deren Form ein wenig an Brötchen erinnert, haben ihm seinen umgangssprachlichen Namen „Affenbrotbaum“ gegeben. Baobabs wachsen in vielen verschiedenen Gebieten Madagaskars und sind sogar in den nördlichen Küstenregionen zu finden. Systematisch gehört der Baobab oder Affenbrotbaum in die Familie der Malvengewächse. Es gibt acht verschiedene Unterarten, von denen sieben auf Madagaskar heimisch sind. Sechs dieser sieben Arten wiederum sind endemisch, was bedeutet, dass sie nur auf Madagaskar heimisch sind. Die eindrucksvollen Baobabs sind ein weiterer Beweis für Madagaskars außergewöhnliche Fauna.

Baobab Madagaskar

Besonderheiten und Nutzung der Baobabs

Affenbrotbäume beeindrucken mit ihrer Größe von bis zu 30 Metern. Dazu können sie einen Durchmesser von bis zu sieben Metern erreichen. Experten gehen außerdem davon aus, dass ein Baobab unter idealen Wuchsbedingungen bis zu zweitausend Jahre alt werden kann. Tatsächlich wurden die ältesten Exemplare bislang aber „nur“ auf ein Alter von rund tausend Jahren geschätzt. Das Innere des Baumstammes besteht beim Affenbrotbaum aus zahlreichen Fasern und ist schwer zu bearbeiten. In diesen Fasern speichert der Affenbrotbaum in der Regenzeit sehr viel Wasser. Je nach Art können diese Bäume ein Wasservolumen von bis zu 40.000 Litern aufnehmen. Sobald die Trockenzeit eintritt, wirft der Baobab seine Blätter ab und zehrt von den in seinem Inneren gespeicherten Wasservorräten. Von dieser Eigenschaft profitieren auch die Menschen auf Madagaskar: Wenn ihre eigenen Wasserreserven in den trockenen Gebieten der Insel zu Neige gehen, kann es sich lohnen einen Baobab anzuzapfen. So haben die Ureinwohner Madagaskars schon über Jahrhunderte besonders langwierige und schwere Trockenperioden überleben können. Darüber hinaus können die Madagassen die Rinde und die Fasern des Baumes nutzen, um Seile und andere Werkzeuge des täglichen Gebrauchs daraus herzustellen. Die Früchte enthalten zahlreiche Vitamine und Minearlien, darunter vor allem Kalzium. Wegen des hohen Anteils an Vitamin C, schmeckt das Fruchtfleisch leicht säuerlich. Auch Erfrischungsgetränke werden aus dem geschmackvollen Fruchtfleisch hergestellt. Die Samen der Baobab-Frucht werden häufig geröstet gegessen und bisweilen auch als Gewürz genutzt. Aus den gepressten Samen wird außerdem Öl gewonnen, das auf Madagaskar zur Behandlung vieler kleiner Beschwerden in beinahe jeder Hausapotheke zu finden ist. Auch andere Teile des Affenbrotbaumes werden auf Madagaskar genutzt, was zeigt, wie wichtig dieser Baum für die dort lebenden Menschen ist. Umso tragischer ist es, dass mittlerweile sechs der insgesamt nur acht verschiedenen Affenbrotbaum-Arten weltweit auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzen zu finden sind.

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Die verschiedenen Baobabs  von Madagaskar

Insgesamt sind auf Madagaskar sieben Arten von Baobabs heimisch, die sich im Rahmen unterschiedlicher Reiseformate entdecken lassen. Zu empfehlen sind Pistenfahrten wie Die Pracht der Pisten-Westküste  oder Die Pracht der Pisten – Terra Incognita erleben. Beide Reisen führen an Landstriche, die besonders reich an den dicken Baumriesen sind und bieten eindrucksvolle Panoramas, bei denen die verschiedensten Naturschauspiele beobachtete werden können. In den westlichen Teilen der Insel ist vor allem der Adansonia grandidieri, der auf Madagaskar schlicht “bozy” genannt wird zu finden. Diese Art erreicht eine Höhe von etwa 25 Metern. Der bei dieser Art relativ gerade wachsende Stamm, kann trotzdem noch einen Durchmesser von stolzen drei Metern erreichen. Die Früchte dieser Art haben ein leicht rötliches Fruchtfleisch und sehen aus diesem Grund im reifen Zustand besonders appetitlich aus. Der bekanntesten Vertreter der Baobabs, der Adansonia digitata, der in ganz Afrika zu finden ist, wächst vor allem in Madagaskars nordwestlichen Gebieten. Experten gehen davon aus, dass afrikanische Einwanderer schon vor mehreren hundert Jahren Samen dieses Baumes vom Festland auf die rote Insel brachten. In Mahajanga steht ein Exemplar dieser Art, das auf ein Alter von stolzen 700 Jahren geschätzt wird. Eine Art die weit seltener aufzufinden und auf der Roten Liste geführt wird ist der Adansonia perriere. Nur noch im Norden der Insel sind einige wenige dieser 30 Meter hohen und besonders eindrucksvollen Bäume zu finden. Auch der etwas kleinere Adansonia madagascariensis ist akut bedroht. Diese Art trägt im Gegensatz zu den meisten anderen Arten nicht besonders schmackhafte Früchte, dafür eignen sich aber seine Wurzeln als Nahrungsmittel und werden von den Einheimischen sehr geschätzt. Die meisten Baobabs beginnen im Frühsommer, also im Oktober, Früchte zu tragen. Blühende Baobabs bekommt man im April und Mai zu sehen. Vor allem Fotografen bietet die Affenbrotbaum-Blüte eine eindrucksvolle Kulisse, auf individuellen Wunsch kann dies bei einem Madagaskarurlaub für Fotografen eingeplant werden.

Baobab Blüte

Affenbrotbäume brauchen aktiven Schutz

Die Regierung auf Madagaskar setzt sich nunmehr seit einigen Jahren für den Schutz der besonders vielfältigen Flora und Fauna auf Madagaskar ein. Naturschutzprojekte und zugehörige Maßnahmen sind allerdings teuer. Die Rodungen des Regenwaldes für Ackerland und die Holznutzung hat auf Madagaskar eine Veränderung des Ökosystems zur Folge, die auch den Lebensraum der Affenbrotbäume stark beeinflusst. Der ökologisch angemessen durchgeführte Tourismus auf Madagaskar ist wichtig, um auch die Affenbrotbäume am Leben zu erhalten. Eintrittsgelder für die Nationalparks werden beispielsweise in diverse Naturschutzprojekte investiert, sodass uns der atemberaubende Anblick der imposanten Affenbrotbäume hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Wenn Sie diese urzeitlichen Baumgiganten auch einmal live vor Ort erleben möchten, können Sie sich jederzeit vertrauensvoll an uns wenden und beispielsweise von unseren verschiedenen Angeboten rund um das Thema Naturreisen profitieren.

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