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Die Palmen auf Madagaskar

Die Pflanzenwelt auf Madagaskar ist so abwechslungsreich und vielseitig wie an kaum einem anderen Ort auf dieser Erde. Leider sind weite Teile der Flora und Fauna auf der Insel bedroht, da die Lebensräume auf der Insel immer knapper werden. Auch die viele der mehr als 170 verschiedenen Palmenarten auf Madagaskar sind heutzutage nur noch in Teilbeständen vorhanden. Teilweise gibt es nur noch sehr wenige Exemplare einer Art, was vor allem daran liegt, dass einige Palmen sehr lange brauchen, bis sie ihren Blütestand erreichen und Samen abgeben können. Durch Rodungen für die Landwirtschaft und illegalen Raubbau in den Regenwäldern sind viele der Palmen auf

Madagaskar einer akuten Gefahr ausgesetzt. Das gilt insbesondere aufgrund der Tatsache, dass mehr als 160 der verschiedenen Palmenarten auf Madagaskar endemisch sind. Endemisch bedeutet, dass es diese Palmen ansonsten in keinem anderen Land dieser Welt gibt. Sollte eine dieser endemischen Arten aussterben, so wäre sie für diesen Planeten unwiederbringlich verloren. Gerade deshalb sind die Themen Natur- und Umweltschutz in Madagaskar aktuell besonders wichtig. Wenn Sie eine Reise nach Madagaskar planen, sollten Sie darauf achten, dass Sie mit Ihren Gebühren in Nationalparks und Naturreservaten aktiv zum Schutz von Flora und Fauna beitragen. Um Ihnen die spektakuläre Pflanzenwelt Madagaskars näher zu bringen, haben wir verschiedene Naturreisen zusammengestellt, bei denen der Fokus aus unterschiedlichen Bereichen liegt. Auch die außergewöhnlichen Palmen auf Madagaskar können Sie auf diesen geführten Reisen zu Gesicht bekommen. Sprechen Sie uns hierfür ganz unkompliziert an. Um Ihnen einen ersten Eindruck von der Vielseitigkeit der Palmen auf Madagaskar zu geben, wurden die nachfolgenden Informationen zusammengestellt. Dabei wird zudem deutlich, dass Madagaskars Palmen nicht nur für das dortige Ökosystem von Bedeutung sind, sondern dass auch die Menschen in vielen Bereichen von den Palmen profitieren.

Die verschiedenen Palmenarten und ihre Nutzung

In der Einleitung wurde bereits beschrieben, dass auf Madagaskar mehr als 170 verschiedene Palmenarten beheimatet sind. Diese können nachfolgend selbstverständlich nicht allesamt einzeln vorgestellt werden. Stattdessen geht es um die wichtigsten oder außergewöhnlichsten Arten, die im Inselstaat zu finden sind, wobei das Augenmerk auch immer auf die Funktionen gerichtet werden soll, die die betreffende Art gegebenenfalls für die Bevölkerung auf Madagaskar mit sich bringt.

Die Raphia oder Bambuspalme

Die Raphia ist eine Palmenart, die eigentlich in vielen Gebieten Afrikas beheimatet ist. Auf Madagaskar lässt sich nur eine einzige Unterart dieser Palme finden, die dafür aber umso bekannter und auch geschätzter ist. Die Raphia oder auch Raffiapalme kann Blätter von einer Länge von bis zu 25 Metern ausbilden und gilt als Baum mit den längsten Blättern im gesamten Pflanzenreich. Diese Pflanze blüht nur ein einziges Mal in ihrem Leben und bringt Früchte und Samen hervor. Die Raffiapalme ist in vielen Bereichen des menschlichen Lebens in Madagaskar unverzichtbar. So werden die sogenannten Fiederblättchen der Palme verwendet, um daraus Fasern herzustellen, die dann wiederum zu Körben oder Seilen geflochten werden. Diese Fasern sind in DEutschland auch unter der Bezeichnung Bast bekannt.Ein großer Teil dieser Webmaterialien wird auch nach Deutschland exportiert und stellt damit einen nicht zu verachtenden Wirtschaftszweig dar. Außerdem werden verschiedene Bestandteile der Raphia für den Möbel- oder Hausbau verwendet. Gerade weil die Palme allerdings derart geschätzt und beliebt ist, wird sie auch nicht selten abgeholzt.

Die Kokospalme

Zugegeben, die Kokospalme ist heutzutage für viele Menschen keine Besonderheit mehr, wächst sie doch an vielen verschiedenen Orten auf dieser Erde. Für die Menschen auf Madagaskar hat sie jedoch eine besondere Bedeutung, da sie Nahrung und Baumaterial gleichermaßen liefert. Die meisten der auf Madagaskar beheimateten Pflanzenarten gehören zur Gattung der Kokospalmen. Die Kokosnüsse, die Palmherzen und auch die Kokosfasern sind für die Madagassen von großer Bedeutung. Die Kokosfasern werden zur Herstellung von Fasern für die Produktion von Seilen oder Matten verwendet. Die Kokosnüsse und die Palmherzen hingegen werden verzehrt. Wenn es nur allein um diese Aspekte ginge, wäre an der Nutzung der Kokospalmen sicherlich kaum etwas auszusetzen. Heutzutage werden aber riesige Plantagen ins Leben gerufen, auf denen die Kokospalmen im großen Stil kultiviert und anschließend verwertet werden. Für das Ökosystem auf Madagaskar ist diese Entwicklung nicht unbedingt förderlich, da teilweise andere Pflanzenarten für diese Plantagen weichen müssen.

Die Tahina-Palme

Die Tahina-Palme (Tahina spectabilis) ist eine sehr spektakuläre Palmenart, die auf Madagaskar beheimatet und stark vom Aussterben bedroht ist. Die Tahina-Palme wurde erst vor wenigen Jahren überhaupt von Forschern entdeckt und systematisch beschrieben. Diese Palmenart ist aufgrund ihrer ganz besonderen Wachstumsbedingungen stark vom Aussterben bedroht und bedarf unbedingt eines besonderen Schutzes. Die Tahina-Palme wird bis zu 20 Meter hoch und blüht nur ein einziges Mal in ihrem Leben und bringt dann wunderschöne Blüten und Früchte hervor. Der Haken an der Sache ist, dass die Tahina-Palme erst nach gut 100 Jahren zu blühen beginnt und dass sie nach ihrer Blüte praktisch umgehend stirbt. Forscher vermuten, dass es von dieser Palmenart nur noch rund 30 Exemplare im Nordwesten der Insel zu bestaunen gibt. Diese Palme ist aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften auch als Selbstmord-Palme berühmt geworden.

Der Baum der Reisenden

Der sogenannte Baum der Reisenden, dessen botanischer Name Ravinala madagascariensis lautet, ist eigentlich keine Palme, erinnert vom äußeren aber stark an eine solche. Der Baum der Reisenden ist für die madagassische Kultur sehr wichtig und gilt unter anderem auch als Wappenbaum des Landes. Die Pflanze kann bis zu 15 Meter hoch werden und verfügt über einen palmenähnlichen Stamm. Die Blätter der Pflanze können bis zu drei Meter lang werden und stehen aufgestellt wie bei einem Fächer dicht nebeneinander. Da die Stängelansätze schichtförmig zusammenstehen, kann sich in diesen Bereichen Regenwasser sammeln. Auch wenn dieses Wasser zum Verzehr eher nicht empfohlen werden kann, da das Wasser normalerweise verschmutzt ist und dort kleinere Reptilien oder Insekten beheimatet sind, besagt die Legende, dass dieses Wasser schon vielen Reisenden das Leben gerettet habe. Dementsprechend lässt sich auch der Name dieses Baumes erklären. Der Baum der Reisenden wird aber auch wegen seiner üppigen Blätter geschätzt, die genauso wie die ausgehöhlten Stämme als Baumaterial dienen.
Viele auf Madagaskar beheimatete Pflanzen sind einzigartig. Dazu gehören auch die vielen Palmenarten, die hier beheimatet sind. Durch die Zerstörung der ursprünglichen Vegetation greift der Mensch auf dieser Insel akut und nachhaltig in das dortige Ökosystem ein, das sich nun verschiedenen Gefahren ausgesetzt sieht. Verschiedene Arten wie zum Beispiel die Tahina-Palme sind deshalb akut davon bedroht für immer von diesem Planeten zu verschwinden. Mit unseren verschiedenen Natur- und Individualreisen bekommen Sie dementsprechend eine einzigartige Chance zum Erhalt dieser biologischen Vielfalt beizutragen und einmalige Anblicke zu genießen, die sich Ihnen sonst nirgendwo auf der Welt bieten. Sie möchten ihren nächsten Urlaub gern auf Madagaskar verbringen? – Sprechen Sie uns am besten gleich an.

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Nach 10 Monaten völliger Inaktivität sind Selbständige in der Tourismusbranche auf Madagaskar völlig einkommenslos. Eine Öffnung der Grenzen ist in Madagaskar nicht in Sicht, und wir befinden uns am Beginn der Regenzeit, also der Nebensaison, auch in normalen Zeiten. Ich habe eine Spendenaktion für die Fremdenführer und Fahrer, die ich gut kenne ins Leben gerufen. Von diesem Geld kaufen wir Reis und andere lebenswichtige Dinge und verteilen diese, wenn möglich, regelmäßig bis zur Wiederaufnahme der Reiseaktivitäten frühestens im April 2021. Mein besonderer Dank gilt denjenigen, die bereits gespendet haben. Ich werde morgen mit dem Kauf von Reis beginnen und noch in dieser Woche mit der Verteilung beginnen.

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