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Tampoketsa-Analamaintso

Im Nördlichen Teil der Insel Madagaskar, genauer gesagt in der Provinz Mahajanga, liegt auf einer Fläche von 180 Quadratkilometern das Spezialreservat Tampoketsa-Analamaintso. Diese Naturschutzzone wurde im Jahr 1958 eingerichtet und fokussiert sich in erster Linie auf den Schutz des dort wachsenden Übergangswaldes. Die Vegetation im Tampoketsa-Analamaintso Reservat ist besonders abwechslungsreich: Im Osten des Gebiets liegen feuchte Regenwälder, während im westlichen Teil eher trockene Laubwälder vorherrschen. Daneben gibt es zudem auch Areale, in denen Mittelgebirgstropenwälder, Feuchtgebiete entlang der Flüsse sowie auch offene Savannen zu finden sind.

Die Jahreszeiten im Tampoketsa-Analamaintso Reservat unterscheiden sich deutlich voneinander und es gibt eine Regenzeit sowie eine Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis März und erschwert Ihnen als Reisenden den Zugang zum Reservat. Wir empfehlen einen Besuch im Tampoketsa-Analamaintso Schutzgebiet daher vor allem in den etwas kühleren Monaten der Trockenzeit, die von April bis Oktober andauert. Auch wenn die Straßen in den trockenen Monaten etwas einfacher zu befahren sind, bedeutet dies leider noch lange nicht, dass die Anfahrt zum Park zu einem angenehmen Teil Ihrer Reise werden wird. Im Gegenteil: Es herrscht kaum touristische Infrastruktur vor, die Straßen sind unterdurchschnittlich schlecht und nur sehr mühsam zu befahren. Dies ist auch der Grund, weshalb Touristen sich nur sehr selten ins Tampoketsa-Analamaintso Reservat verirren. Vor Ort gibt es deshalb nicht einmal ein lokales Büro. Wir raten Ihnen daher dringend vor einer Fahrt ins Reservat eines der großen Büros von Madagarscar National Parcs aufzusuchen. Eines dieser Büros ist auch in Antananarivo gelegen. Dort können Sie sich ausführlich über einen möglichen Besuch informieren.

Sollten Sie sich dann aber tatsächlich dazu entschlossen haben dem Tampoketsa-Analamaintso Reservat einen ausführlichen Besuch abzustatten, werden Sie in jeglicher Hinsicht belohnt. Rund 85 Prozent aller Pflanzen und Bäume, die in dieser Schutzzone zu finden sind, erweisen sich als endemisch. Darüber hinaus können Sie mit etwas Glück die putzigen Mausmakis beobachten oder einen Blick auf die größeren Zwerglemuren werfen. Dazu werden sich Ihrem Auge insgesamt bis zu fünfzig verschiedene Vogelarten präsentieren, von denen ebenfalls gut die Hälfte endemisch ist. Unter den Vögeln, die Sie in diesem Park beobachten können, ist auch der Heilige Ibis. Verschiedene Spinnen aber auch Reptilien sind im Tampoketsa-Analamaintso Reservat ebenfalls gut aufzufinden und können beispielsweise Ihre fotografische Sammlung von Sehenswürdigkeiten und Highlights Ihrer Reise durch Madagaskar ungemein bereichern. Wie zahlreiche andere Schutz- und Waldgebiete auf Madagaskar ist auch das Tampoketsa-Analamaintso Reservat einem immer stärkeren Druck von außen ausgesetzt. Die nahegelegenen Siedlungen der ethnischen Volksgruppen der Tsimihety, der Betsileo und der Merina überleben derzeit nur, wenn sie sich die Ressourcen des Waldes auf ihre Art zunutze machen. Dies bedeutet in erster Linie, dass an diesem Wald Raubbau betrieben wird, um Zebu-Rinder ernähren sowie Reisfelder und Gemüseacker bewirtschaften zu können. Da die Bevölkerung in diesem Teil des Landes besonders abgeschottet und arm ist, bedarf es langfristiger und umfassender Maßnahmen, um den Menschen Alternativen anbieten zu können.

Der Naturschutz auf Madagaskar geht leider in den meisten Bereichen noch nicht weit genug. Wie sich unschwer erkennen lässt, wurden die meisten Spezialreservate der Insel, die dem aktiven Naturschutz dienen, in den 1950er- und 1960er-Jahren gegründet. Nur weil die jeweiligen Gebiete nun aber unter einem besonderen Schutz stehen, bedeutet dies leider noch nicht, dass sie auch wirklich aus der Gefahrenzone wären. Leider ist oftmals das Gegenteil der Fall. Mit einem Besuch in den Spezialreservaten können Sie jedoch dabei helfen, diese Schutzzonen zu erhalten und Sie mit Ihrer finanziellen Hilfe unterstützen. Wenn die lokale Bevölkerung vor Ort vom Tourismus profitiert, werden Brandrodungen und schlimmere Praktiken zukünftig immer stärker verschwinden und die ursprüngliche Vegetation auf Madagaskar würde eine Chance bekommen sich wieder zu erholen. Wenn Sie ein Teil dieser erstrebenswerten Wandlung sein möchten und Interesse an einem Besuch in einem der Spezialreservate auf Madagaskar haben, wenden Sie sich gern an uns. Wir versorgen Sie nicht nur mit allen wichtigen Informationen, sondern helfen Ihnen gern auch beim Planen Ihres individuellen Urlaubs auf Madagaskar.

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Nach 10 Monaten völliger Inaktivität sind Selbständige in der Tourismusbranche auf Madagaskar völlig einkommenslos. Eine Öffnung der Grenzen ist in Madagaskar nicht in Sicht, und wir befinden uns am Beginn der Regenzeit, also der Nebensaison, auch in normalen Zeiten. Ich habe eine Spendenaktion für die Fremdenführer und Fahrer, die ich gut kenne ins Leben gerufen. Von diesem Geld kaufen wir Reis und andere lebenswichtige Dinge und verteilen diese, wenn möglich, regelmäßig bis zur Wiederaufnahme der Reiseaktivitäten frühestens im April 2021. Mein besonderer Dank gilt denjenigen, die bereits gespendet haben. Ich werde morgen mit dem Kauf von Reis beginnen und noch in dieser Woche mit der Verteilung beginnen.
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