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Nicht motorisierte Taxis und Nutzfahrzeuge auf Madagaskar

Gemütlich von A nach B

Wer eine Reise nach Madagaskar plant, der macht sich zwangsläufig auch Gedanken darüber, wie er sich auf der Insel von A nach B fortbewegt. Es gibt die Möglichkeit, in eines der Sammeltaxis oder in ein anderes motorisiertes Taxi zu steigen, allerdings kann diese eher unbequeme und nicht selten auch sehr gefährliche Fortbewegungsmethode grundsätzlich niemandem empfohlen werden, der nicht unbedingt darauf angewiesen ist. Neben den motorisierten Taxis, die sich meist unter überaus abenteuerlichen Bedingungen vorwärtsbewegen, gibt es auch zahlreiche nicht motorisierte Taxis und Nutzfahrzeuge auf Madagaskar, die nachfolgend etwas näher beleuchtet werden sollen.

Pousse Pousse in Antsirabe

Pousse-Pousse – Unterwegs auf zwei Beinen

Die sogenannten Pousse-Pousse sind als nicht motorisierte Taxis für das europäische Auge mit Sicherheit am ungewöhnlichsten. Es handelt sich hierbei um ein Verkehrsmittel, das ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammt. Heutzutage lässt sich nicht mehr zur Gänze rekonstruieren, ob die Pousse-Pousse von den Engländern, im 19. Jahrhundert eingeführt worden sind, die das Verkehrsmittel aus den indischen Kolonien kannten, oder ob die chinesischen Eisenbahnarbeiter, die während der französischen Kolonialzeit nach Madagaskar gebracht worden waren, um dort den Bau der Eisenbahn zu übernehmen, die Pousse-Pousse eingeführt haben. So oder so handelt es sich bei den Pousse-Pousse um Gefährte, die von Menschen im Gehen gezogen werden. Sie erinnern dementsprechend stark an eine Kutsche, nur, dass keine Pferde vorgespannt sind. Besonders viele Pousse-Pousse existieren in Antsirabe, einer Stadt, die sich beispielsweise auf unseren Touren über die RN7 besuchen können. Dort bieten wir unter anderem eine Tour von Antsirabe nach Ambositra an – eine herrliche Möglichkeit, um die Zafimaniry-Dörfer kennenzulernen und sich in einer harmonischen Vermischung von Kultur, Natur und Abenteuer zu erholen. Auf dieser Reise durch Madagaskar würden Ihnen dann unbedingt die Pousse-Pousse in Antsirabe ins Auge stechen, denn dort sind geschätzt mehr als 6.000 dieser Fahrzeuge unterwegs und transportieren Kunden tags und nachts von A nach B. Die Besitzer der nicht motorisierten Taxis sind meist indischstämmige Madagassen, die diese wiederum für eine Gebühr von 70 Cent an die Fahrer verleihen, damit diese ihr tägliche Brot mit den Taxifahrten verdienen können. Pousse-Pousse werden aber nicht nur genutzt, um Kunden durch die Städte zu kutschieren, sondern auch um ganz alltägliche Besorgungen zu machen. Die Menschen bringen ihre Kinder mit den Pousse-Pousse zur Schule oder kümmern sich um ihre Einkäufe. Teilweise nutzen die Menschen die Fahrzeuge auch um größere Lasten zu transportieren, denn es ist möglich Lasten von bis zu einer Tonne mit den Gefährten zu bewegen. In Antananarivo beispielsweise existiert eine schmalere Version der Pousse-Pousse, die ausschließlich zum Transport von Gütern eingesetzt wird.

Fahrradriksha Madagaskar

Rikschas – Schnell und komfortabel

Neben den Pousse-Pousse existiert noch eine Reihe weiterer Fahrzeuge, die zum Transport von Reisenden oder Gütern genutzt werden. Immer populärer werden auf Madagaskar die klassischen Rikschas, die von Fahrrädern gezogen werden. Auch in deutschen Großstädten wie Berlin oder Hamburg sind diese Fahrzeuge mittlerweile sehr modern. Die Rikschas auf Madagaskar stammen allesamt aus Indien oder China, wo sie sehr günstig eingekauft werden können, weil sie in diesen Ländern nicht mehr gebraucht werden. Die Rikschas sind deutlich schneller als die Pousse-Pousse und gleichzeitig sowohl für den Fahrer als auch für den Reisenden deutlich bequemer. Zudem sind sie auch stabiler und dadurch gleichzeitig auch sicherer. Wenn Sie eine Reise von Antananarivo nach Tulear bei uns buchen und dementsprechend einmal von der zentralen Mitte des Landes bis hin zur südlichen Spitze reisen, werden Sie viele Städte besuchen, in denen Sie eine Fahrt mit einer Rikscha buchen können.

Zebukarren

Zebu-Karren – Stabile und leistungsstarke Nutzfahrzeuge

Nicht motorisierter Gütertransport ist auf Madagaskar auch heute noch ein wichtiges Thema. Vor allem in den ländlichen Regionen der Insel, in denen die Menschen keinerlei motorisierte Fahrzeuge besitzen, spielt der Zebu-Karren eine wichtige Rolle. Die Karren mit den vorgespannten Zebus transportieren Baumaterialien, Ziegel, Gemüse, Früchte und Fleisch. Zwei Zebu Stiere sind für den Transport zuständig. Insbesondere an der Westküste, im Süden des Landes und im zentralen Hochland sind die Zebu-Karren sehr verbreitet. An der Ostküste hingegen, wo das Gelände meist etwas weniger gut zugänglich ist, rentiert sich der Einsatz der Zebu-Karren eher weniger, weshalb sie dort auch nur selten entdeckt werden können. Die Zebu-Karren sind auf Madagaskar deshalb so beliebt, weil sie sich auch unter schwierigsten Bedingungen immer weiter vorwärtsbewegen können. Auch im Schlamm, auf Sand oder im Wasser stellt das Vorwärtskommen dank der Zebu-Karren kein Problem dar. Auf der einen Seite tragen die Zebu-Karren so auch zum Erhalt der verschiedenen kleineren Pisten bei, die auf unseren Reisen durch Madagaskar ebenfalls häufig genutzt werden, um zu den entlegeneren Highlights der Insel zu gelangen. Auf der anderen Seite tragen die sehr schmalen und mit Eisen beschlagenen Räder aber auch dazu bei, dass die Pisten für Autos teilweise nur noch schwer zu befahren sind. Die Räder graben sich manchmal tief in die Pisten und selbst für allradbetriebene Autos wird es dann schwierig. Für Sie bedeutet dies bei Ihrem Urlaub in Madagaskar, dass Sie in punkto Logistik und Transport einen erfahrenen Partner an Ihrer Seite wissen sollten. Wir kennen nicht nur die verschiedenen Pisten auf der Insel wie unsere Westentasche, sondern haben immer auch eine Alternativroute im Gepäck, falls sich eine Straße irgendwo auf der Insel doch einmal als unbefahrbar herausstellen sollte.

Zebukarren fur Gütertransport

Andere Nutzfahrzeuge auf Madagaskar

Wenn es um den Transport von Waren und Gütern geht, zeigen sich die Madagassen durchaus kreativ: Hin und wieder bekommen Sie auf Ihren Reisen durch das Land vielleicht auch Karren zu Gesicht, die auf Baumstämmen durch das Land rollen, die lediglich mit einer Narbe ausgestattet worden sind. Oder Sie entdecken primitive Formen von Holzschlitten oder zwei Bretter, die einfach zusammengebunden und dann beladen mit Transportgütern zu ihrem Bestimmungsort gezogen werden. Daneben existieren auch handgezogene Karren, die unter dem Namen Charetty bekannt sind. Es handelt sich hierbei um schwer beladene Karren, die ungefähr die Größe eines Zebu-Karrens haben, aber von Menschenhand gezogen werden. Normalerweise gibt es in Städten wie Antananarivo ein Tagfahrverbot für diese Karren, weil sie immer wieder als Auslöser für endlos lange Verkehrsstaus und Unfälle ausgemacht wurden. Normalerweise sind die Charetty viel zu schwer beladen und lassen sich nur unter beinahe schon unmenschlichen Anstrengungen vorwärtsbewegen. Gerade wenn es bergauf geht, kann ein Mensch allein den Karren nicht an sein Ziel bringen, wohingegen sich bergab schier unkontrollierbare Kräfte entwickeln, die es sehr schwer werden lässt den Karren zu steuern. Neben den Charetty sind auch die Varambas von großer

varamba auf Madagaskar

Bedeutung als nicht motorisierte Transportmittel. Sie sind deutlich kleiner als die großen Karren und lassen sich dementsprechend auch leichter vorwärtsbewegen. Die Varambas gibt es in deutlich unterschiedlichen Ausführungen mit drei oder vier Rädern sowie einer individuell ausgefeilten Mechanik, mit der sie sich lenken und bremsen lassen. Im Süden des Landes ist es häufig der Wassertransport, für den die Varambas eingesetzt werden, wohingegen im Hochland alles Mögliche mit ihnen transportiert wird. Wenn Sie Ihre Reise durch Madagaskar antreten, werden Sie schnell erkennen, dass die Verhältnisse auf der Insel zu 100% anders sind, als Sie es aus Europa gewohnt sind. An vielen Stellen können wir Ihnen helfen, die einheimischen Gepflogenheiten, Sitten und Traditionen besser zu verstehen. Das wird Ihnen Ihren Urlaub auf Madagaskar deutlich erleichtern. Sprechen Sie uns einfach an, denn wir kümmern uns nicht nur um die Organisation Ihrer Reise, sondern erweisen uns auch direkt vor Ort bei der Durchführung Ihrer Tour als idealer Ansprechpartner und erfahrener Begleiter.

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